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KI - Künstliche Intelligenz - gibt es das?
von Klaus Kohl
Der Computer, was macht er eigentlich? Rechnet er, denkt er sogar für mich?
Nein!
Ich benutze ihn.
Ich wä:hle das Programm aus, mit dem der Computer arbeiten soll.
Ich mache "Eingaben" und erwarte eine "Ausgabe", die meinen Erwartungen entspricht. Zwischen Eingaben und Ausgabe liegt aber die Verarbeitung, die nach einem Schema ablä:uft, das der Konstrukteur des Computers und der Programmierer festgelegt haben.
Eingabe - Verarbeitung - Ausgabe, man spricht deshalb auch vom "EVA"-Prinzip. Und da ist und war an allen drei Stellen nur die menschliche Intelligenz am Werk!
Wenn der Computer denken kö:nnte, dann kö:nnte ich einfach solche Eingaben tippen und kö:nnte mit einem brauchbaren Ergebnis rechnen:
- Mache meine Hausaufgaben!
- Mache eine dreiseitige Zusammenfassung meines Harry-Potter-Buchs, ich habe keine Zeit, es selber ganz zu lesen, will aber wissen, was die spannendste Stelle ist. Ist sie lustig?
- Hier hast du meine Schmierzettel, mach mein Physikheft bis morgen, das Franzö:sisch hat Zeit bis Montag, und bei Geschichte schau, was in die Semesterarbeit passt.
- Ach, und dann noch die Rechenaufgabe. Ich versteh sie nicht. "
Nein, da hilft kein Fluchen und kein "Bitte-bitte!" So etwas kann ein Computer einfach nicht, und es ist auch immer noch extrem unwahrscheinlich, dass er es jemals kö:nnen wird.
Wenn ich in die Computer-Textverarbeitung die blö:de Aufgabe aus dem Rechenbuch eintippe:
"Drei Arbeiter brauchen fü:r einen Graben vier Tage, wie lange brauchen vier Arbeiter?"
dann findet der Computer vielleicht Tippfehler, die ich mache, hier dieser Computer mit seiner Textverarbeitung ist sogar so "schlau", dass ich nur "Tex" schreiben muss und er ergä:nzt gleich das fertige Wort zu "Textverarbeitung" - aber jedesmal wenn ich "die" schreibe, ergä:nzt er automatisch auf "dienstag". Doch nicht so schmierzettel nein, du blö:der Computer, Saupreiß:, elektronischer! ich wollte doch "schlau" schreiben!
Aber dass die Arbeiter drei Tage brauchen sollen, das weiß: er nicht, kriegt er auch nie raus.
Ich kann aber ein Programm schreiben, (mit einer Tabellenkalkulation zum Beispiel), in das ich nur in die Felder "Arbeiter" - "Tage" in der oberen Zeile 3 und 4 eintippe, und wenn ich in die Zeile darunter
| Arbeiter | Tage |
|---|
| 3 | 4 |
| 4 | 3 |
| 6 | 2 |
| 1 | 12 |
| 1200 | 0.01 |
bei "Arbeiter" 4 eingebe erscheint in der Spalte Tage dann eine 3 oder bei 6 Arbeitern eine 2, bei 1 Arbeiter sind es dann 12 Tage und logischerweise bei 1200 Arbeitern 0.01 Tage. Logischerweise, aber vö:llig blö:dsinnig, denn dass die sich nur gegenseitig auf den Fü:ß:en rumtreten und mit den Schaufelstielen ins Gesicht hauen, das kann sich kein Computer vorstellen. Ich kann aber Randbedingungen setzen, die solchen Schwachsinn, vielleicht sogar bissig kommentiert, ausschließ:en, aber ist dann der Computer intelligenter?
Intelligenz ohne Phantasie? - Nein. Computer mit Phantasie? ? ?